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08.08.2024, 10.50

Schon in der Mitte des 5. Jahrhunderts feierte die Jerusalemer Kirche am 15. August den „Tag der Gottesmutter“. Dabei stand kein konkretes Ereignis ihrer Lebensgeschichte im Vordergrund. Schon bald jedoch verband man diesen Tag mit dem Sterben Marias. Zumal es in der Kirche seit jeher Brauch war, den Todestag eines Heiligen als jenen Tag zu feiern, an dem er oder sie zu Gott gelangen durfte. Ebenso sei Maria nach ihrem Sterben in den Himmel aufgenommen worden – mit allem, was ihr Leben ausgemacht hat.

Traditionsgemäss werden am 15. August im Gottesdienst Kräuter und Blumen gesegnet. Erste Zeugnisse für diesen Brauch stammen aus dem 10. Jahrhundert. Die Blumen- und Kräuterweihe soll an die Schönheit und die guten Kräfte der Natur erinnern. Entsprechend sind alle Gottesdienstbesucherinnen und -besucher am 15. August eingeladen, Kräuter- und Blumensträusschen zur Segnung in die Kirche zu bringen.