Maria, Gottesmutter
Gedenktag: 12. September (Mariä Namen) 
Wie auf die Geburt des Herrn das Fest seines hl. Namens folgt, so folgt auf die Geburt Mariens (8. September) ihr Namensfest. Er wird seit Pius X. am 12. September begangen. Zunächst war es seit 1513 der spanischen Diözese Cuenca vorenthalten; erst nachdem, unter Anrufung des Namens Maria, vor Wien am 12. September 1683 der Sieg über die Türken erfochten war, schreib Papst Innozenz XI. zum Dank für die Befreiung aus der Türkengefahr und bleibenden Gedächtnis dieses weltgeschichtlichen Ereignisses in der Oktav von Mariä Geburt das Fest für die ganze Kirche vor.
 
Sebastian
Gedenktag: 20. Jänner
Der Name kommt aus dem Griechischen und bedeutet "der Erhabene". Seit dem 7. Jh. wird Sebastian als Patron gegen die Pest verehrt (vgl. auch den Hl. Rochus). In Narbonne geboren, lernte Sebastian schon früh das Christentum kennen. Er zog nach Rom, wo er Befehlshaber der Prätorianischen Leibwache des Kaisers wurde. Seine Stellung erlaubte ihm freien Zutritt zu den Gefängnissen, was er nutzte, um den Gefangenen (Christen) beizustehen. Unter Diokletian wurde er wegen Aufreizung zum Widerstand gegen die Staatsgewalt angeklagt und zum Tod durch Erschießung (da er Soldat war) verurteilt. Die Bogenschützen beschossen ihn mit Pfeilen bis er blutüberströmt zu Boden sank und für tot liegen blieb. Die Hl. Witwe Irene, die ihn begraben wollte, fand ihn jedoch noch am Leben und pflegte ihn. Sebastian hielt sich aber nicht im Verborgenen auf, sondern stellt sich mutig dem Kaiser, um ihm Vorhaltungen wegen seiner Grausamkeit gegen die Christen zu machen. Der Kaiser erschrak sehr, als er sich dem Todgeglaubten gegenüber sah, ließ ihn jedoch festnehmen und niederknüppeln.
Dargestellt wird der Heilige meist als entblößter, von Pfeilen durchbohrter, an einen Baum gebundener Jüngling. Außer seinem Pestpatronat wird Sebastian als Schutzpatron des Soldatenstandes und der Schützenvereine sowie gegen Ketzerei und Religionsfeinde und auch bei Viehseuchen angerufen.

Der heilige Bonifatius
Bonifatius, der ursprünglich Winfried hieß, wurde 672 oder 673 in Wessex geboren, als Kind einer adeligen oder zumindest großbäuerlichen angelsächsischen Familie. Nach seiner Ausbildung in den Klosterschulen Exeter und Nursling wurde er selbst Benediktinermönch, was seinem Vater zunächst sehr mißfiel. Nach seiner Priesterweihe im Alter von 30 Jahren war es sein Wunsch, die heidnischen Sachsen zum Christentum zu bekehren. Seine Missionsarbeit startete er jedoch zunächst bei den Friesen. Jene sahen im Christentum jedoch die Religion ihres Erzfeindes, der Franken, weswegen Winfrieds Bemühungen erfolglos verliefen. Er kehrte nach England zurück, verließ aber die Heimat bereits zwei Jahre später wieder, um sich in Rom von Papst Gregor II. offiziell für die Heidenmission beauftragen zu lassen. Dieser gab ihm den Namen des Tagesheiligen, des Heiligen Bonifatius von Tarsos, einem römischen Märtyrer. (Wir verehren jenen als sog. „Eisheiligen“.)
Bonifatius zog auf dem Rückweg durch Bayern und Thüringen wieder nach Friesland. Seine Missionsarbeit gestaltete sich in diesen Ländern nach wie vor schwierig. Erste Erfolge konnte er erst 722 in Hessen erzielen, woraufhin ihn der Papst zum Bischof weihte und ihn erneut mit der Verbreitung des Christentums in Hessen und Thüringen beauftragte. Aus seiner Heimat holte er sich Mönche und Nonnen, die ihn in seiner Arbeit unterstützen sollten. Trotz vieler Bekehrungen zum Christentum konnte er viele Mißstände und das Weiterbestehen heidnischen Kultfeiern nicht abschaffen. Auch von politischer Seite wurde seine Arbeit erschwert.
732 erhielt er vom Papst Gregor III. das Recht, Bischöfe zu weihen und Bistümer zu errichten, ein Jahr später wurde er zum päpstlichen Legaten ernannt. Es folgte die Neuordnung der bayrischen Kirche mit Gründung mehrerer Bistümer. 744 gründete Bonifatius Fulda, sein Lieblingskloster. Die fränkische Kirche reformierte er zwischen 743 und 747 mit mehreren großen Synoden. Er forderte dabei vom Klerus wieder verstärkt ein heiligmäßiges Leben und verbot heidnische Bräuche, die sich trotz Christianisierung erhalten hatten.
Im Alter von 80 Jahren machte sich Bonifatius nochmals auf zu einer Missionsreise nach Friesland. Dort wurde er in Dokkum am 5. Juni 754 bei der Spendung des Firmsakramentes zusammen mit 52 Gefährten von heidnischen Gegnern ermordert. Seinem Wunsch entsprechend begrub man ihn in Fulda.

Der heilige Bonifatius wird oft mit einem Beil dargestellt mit dem er eine Eiche fällt. Das nimmt Bezug auf eine legendäre Tat in seinem Leben. Als er nach Hessen gekommen war, sah er, dass die Heiden eine mächtige Eiche verehrten, die dem germanischen Gott Donar geweiht war. Bonifatius fällte diesen Baum mit einem Axthieb. Als die Heiden das sahen, ließen sie von ihren Göttern ab, und bekannten sich zum Christentum. Aus dem Holz des Baumes erbauten sie eine Kapelle.
Ein weiteres Insignium ist das Evangelienbuch, das von einem Schwert durchstoßen ist. Der Legende nach soll er es bei seiner Ermordung zum Schutz über seinen Kopf gehalten haben. Als Christen den Leichnam fanden, sahen sie auch das Buch, durch das das Schwert gedrungen war. Es war dabei jedoch kein Wort der Heiligen Schrift zerstört worden.
 

Fabian
Der heilige Fabian oder Fabianus, nach einer Quelle Falvius (*vor 200 in Rom,  + 20. Januar 250) war Bischof und Märtyrer. Er wurde im Jahre 236 zum Bischof von Rom gewählt und am 10. Januar 236, nach siebentätiger Sedisvakanz als Nachfolger von Anterus inthronisiert. Sein Name bedeutet: aus dem Geschlecht der Fabier.

Eusebius von Caesarea berichtet, wie die Christen, die sich in Rom versammelt hatten, um einen neuen Bischof zu wählen, über dem Haupte Fabians eine Taube leuchten sahen. Fabian, ein Fremder in der Stadt, wurde dadurch für diese Würde erwählt und zum Bischof ernannt, obwohl es zahlreiche andere, starke Kandidaten für den vakanten Stuhl gab. Fabian starb als Märtyrer während den Verfolgungen Kaisers Trajans Decius am 20. Januar 250. Er wurde in der Calixtus-Katakombe in Rom bestattet. Sein Sarkophag wurde 1915 entdeckt.

Auch wenn es wenig bestätigte Quellen aus jener Zeit gibt, gibt es doch genug Hinweise darauf, dass Fabianus Episkopat grosse Bedeutung für die Geschichte der frühen Kirche hatte. Er soll die Kirche neu organisiert und zahlreiche Gemeinden im heutigen Frankreich gegründet haben. Er stand in Glaubensfragen mit Origines, dem grossen Kirchenlehrer des Ostens, in Verbindung. Nach der Überlieferung teilte er Rom in sieben Diakonatsbezirke mit 7 Diakonen und 46 Presbytern ein: es ist die früheste Grundlage der späteren Kardinalstitelkirchen, wie sie heute bestehen. 

Der heilige Fabian ist zusammen mit dem heiligen Sebastian der Schutzpatron vieler Kirchen. Für Neuheim  gibt es für die beiden den Gelöbnistag am 20. Januar.

Die Attribute des heiligen Fabian sind das Papstkreuz, da Schwert und die Taube.

In seiner Heimatstadt Rom ist der heilige Fabian der Namens- und Schutzpatron der Kirche Santi Fabiano e Venanzio. Ein Teil der Reliquien, darunter auch der Schädel des heiligen Fabians, stehen auf dem Hauptaltar im Dom zu Fulda.